Hoher blutzucker schädlich

Bernd P. Durch das Insulin nimmt er jedoch immer mehr zu - ein Teufelskreis. Ernährungsmediziner Dr. Er setzt auf das Superfood Hafer. Deren Risiko unterscheidet sich deutlich. Drei Subtypen sind besonders gefährdet: Prädiabetes-Typ 3: Kennzeichen: hohe familiäre Vorbelastung, bauchbetontes Übergewicht, niedrige Insulinausschüttung feststellbar durch C-Peptid-Test beim Hausarzt. Risiko: Menschen mit diesem Prädiabetes-Subtypus entwickeln oft binnen kurzer Zeit Diabetes und Herz-Kreislauf-Schäden. Auch ihr Risiko für Nierenschäden ist etwas erhöht. Prädiabetes-Typ 5: Kennzeichen: Adipositas, Fettleber tastbar oder feststellbar durch UltraschallInsulinresistenz. Risiko: Menschen vom Typ 5 tragen ein hohes Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauf-Schäden sowie zusätzlich für Nierenschäden. Ihre Lebenserwartung ist dadurch deutlich geringer. Prädiabetes-Typ 6: Kennzeichen: bauchbetontes Übergewicht und Fetteinlagerungen in den Nieren feststellbar durch Ultraschall oder MRT. Risiko: Bei Menschen vom Subtypus 6 werden die Nieren schon im Stadium des Prädiabetes stark geschädigt. Das erhöht ihr Sterberisiko massiv, auch wenn ihr Risiko für Diabetes relativ moderat ist. Die weniger gefährdeten Prädiabetes-Subtypen 1, 2 und 4 sind schlank oder haben zwar Übergewicht, aber mit anderer Fettverteilung. Prädiabetes bei richtiger Behandlung reversibel Die gute Nachricht für Prädiabetes-Betroffene: Oft reichen fünf bis zehn Prozent Gewichtsabnahme, um den Zuckerstoffwechsel deutlich zu verbessern und aus der Gefahrenzone herauszukommen. Denn schon zu Beginn des Gewichtsverlusts baut der Körper bereits Fett in Leber und Muskeln ab, sodass das Insulin aus der Bauchspeicheldrüse wieder besser wirken und den Blutzuckerspiegel senken kann. Wichtig: Früherkennung bei Risikotypen Um mit Lebensstiländerungen rechtzeitig gegensteuern zu können, sind Angebote zur Früherkennung enorm wichtig. Denn wie die Forschung zeigt, geht schon Prädiabetes teils mit erhöhter Krankheitslast und erhöhtem Sterberisiko einher. Ihre Zuckerwerte testen lassen sollten vor allem Menschen mit bauchbetontem Übergewicht, erst recht bei zusätzlichen Risikofaktoren wie Verwandten ersten Grades mit Diabetes. Auch Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Frauen, bei denen ein Schwangerschaftsdiabetes diagnostiziert wurde, sollten ihre Zuckerwerte gut im Blick behalten. Expertinnen und Experten zum Thema Internist, Endokrinologe, Diabetologe, klinische Hoher blutzucker schädlich Klinik für Innere Medizin I Klinische Ernährungs- und Stoffwechselmedizin.