Gefährliche säuren im alltag
Ebenso wichtig ist es im Alltag auch, in den eigenen vier Wänden für Sauberkeit und Hygiene zu sorgen. Doch wer behält bei den vielen Haushaltsreinigern schon den Überblick? Doch was genau bedeutet das? Und wieso darf man sie nicht mischen? Welcher Reiniger kann was? Und warum? Der folgende Artikel gibt einen Überblick in das Thema Säuren und Basen im Alltag und auch Handlungsempfehlungen für den sicheren Umgang mit Haushaltsreinigern. Der neue Hygiene-Türöffner : Reduziert die Verbreitung von Viren, Bakterien sowie Mikroorganismen und verringert so die Ansteckungsgefahr für Anwender. Die verschiedenen Verunreinigungen — Haare vs. Kalk Wer einmal bewusst in sein Badezimmer schaut und versucht zu erkennen, welche Verunreinigungen vorliegen, welche stechen einem da als Erstes ins Auge? Im Wesentlichen dürften das Kalkbeläge auf den Fliesen, an der Duschkabinenwand oder am verchromten Wasserhahn sein, aber manchmal sind es auch die mit Haaren und schwarzem Modder eines nicht definierbaren Biofilms verunreinigten oder gar verstopften Abflüsse. Doch wie wird man die hartnäckigen Kalkrückstände ohne lästiges Schrubben wieder los? Wie bekommt man der Abfluss wieder frei, ohne gleich die gesamte Spüle abbauen zu müssen? Saurer Reiniger gegen Kalk Wichtig ist dabei zunächst einmal den Unterschied zwischen den verschiedenen Verunreinigungen zu erkennen, um zu entscheiden, welcher Reiniger genutzt werden sollte. Bei den Kalkbelägen, die sich im häuslichen Alltag wiederfinden, handelt es sich hauptsächlich um Calciumcarbonat CaCO3. Sie sind formal-chemisch mit natürlich vorkommenden Kalk-Mineralien, wie Marmor oder Calcit, gleich und bilden graue, unansehnliche Schmutzschleier oder Verkrustungen auf Fliesen und Armaturen. Allen Carbonaten gemein ist ihre Reaktion mit Säuren. Dessen Konzentration stellt übrigens den Gradmesser für den pH-Wert dar. Die in den Reinigern am häufigsten verwendeten Säuren sind neben Amidosulfonsäure, eine starke, anorganische Säure, die der Schwefelsäure verwandt ist, vor allem Zitronensäure und Essigsäure. Diese wie auch andere organische Säuren, wie Wein—, Milch- oder Apfelsäure, können sogar direkt zur Entfernung gefährliche säuren im alltag Kalkablagerungen genutzt werden. Ihr Vorteil ist, dass sie biologisch abbaubar sind. Doch so gut saure Putzmittel auch den Kalk entfernen, ihre ätzenden Eigenschaften sind nicht zu unterschätzen und erfordern einen umsichtigen Umgang damit. Ein Hinweis vorweg: mit einem sauren Reiniger funktioniert das nicht. Denn im Gegensatz zu Kalk handelt es sich bei Haaren und dergleichen um organische Verschmutzungen. Diesen ist mit sauren Lösungen kaum beizukommen. Was hilft also dann? Ein basischer Reiniger!