Alkohol getrunken trotz schwanger
Verzichten Sie deshalb bewusst auf Alkohol in der Schwangerschaft und Stillzeit! Die pränatale Schädigung durch den Alkoholkonsum der Schwangeren kann unterschiedliche Auswirkungen auf das Kind haben. Als Fetale Alkoholspektrum-Störung FASD werden die gesamten Auswirkungen alkoholbedingter Störungen zusammengefasst. Das Fetale Alkoholsyndrom FAS hingegen beschreibt das Vollbild der Behinderung. Die einzelnen Organe des Ungeborenen reifen in unterschiedlichen Zeitfenstern. Da Alkohol ein Zellgift ist, kann es sich in jeder Form und in jeder Phase der Schwangerschaft schädigend auf Organe und Organsysteme des Ungeborenen auswirken. Das zentrale Nervensystem entwickelt sich während der ganzen neun Monate und ist dadurch am stärksten gefährdet. Alkoholkonsum in der Schwangerschaft ist die häufigste Ursache für nicht genetisch bedingte Behinderungen. Jedes Jahr werden in Deutschland etwa Diese Behinderung kann zu Prozent vermieden werden, wenn die Mutter in der Schwangerschaft keinen Alkohol konsumiert. Alkohol ist wasserlöslich und gerät über den Mutterkuchen Plazenta und die Nabelschnur ungehindert zum Fötus. Dieser erreicht schnell annähernd den gleichen Promillewert wie die Mutter. Da die Leber des Babys jedoch noch nicht vollständig entwickelt ist, braucht es 10 Mal länger als die Mutter, um den Alkohol abzubauen. Daher raten Mediziner schwangeren Frauen zur vollständigen Abstinenz — zum Wohle des Kindes. Quelle: Klinikum Augsburg 2 Moderater Alkoholgenuss erhöht die Milchbildung Falsch. Das Gegenteil ist der Fall: Selbst in geringen Mengen beeinflusst der Konsum von alkoholischen Getränken die Ausschüttung mütterlicher Hormone, die die Milchbildung in der Brust bewirken. So kann es auch durch moderaten Alkoholkonsum zu einer spürbaren Verringerung der Milchmenge kommen. Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung 3 Während der Stillzeit ist Alkoholgenuss unbedenklich Stillende Frauen alkohol getrunken trotz schwanger wissen, dass ein Teil des Alkohols, den sie mit einem alkoholischen Getränk aufnehmen, über ihr Blut in die Muttermilch übergeht. Die Alkoholkonzentrationen im Blut und in der Milch steigen annähernd parallel und erreichen nach etwa 30 Minuten ein Konzentrationsmaximum. Eine mit Alkohol versetzte Sauce oder Suppe, die direkt vom Herd genommen wird, enthält zum Beispiel noch 85 Prozent der ursprünglichen Alkoholmenge. Nach einer halben Stunde sind es immer noch 35 Prozent. Selbst eine Mahlzeit, die im Ofen oder auf dem Herd zweieinhalb Stunden vor sich hin köchelt, enthält noch fünf Prozent der ursprünglichen Alkoholmenge. Quelle: Die Zeit 5 Alkohol wird nicht über die Nabelschnur weitergeleitet Falsch. Ethanol bzw. Äthylalkohol gehört der Stoffgruppe der Alkohole an und kann auf Grund seiner geringen molekularen Masse und seiner hohen Fett- und Wasserlöslichkeit problemlos die Plazentaschranke passieren. Die Folge: Das Kind trinkt jeden Schluck Alkohol unfreiwillig mit.