Besetztes haus berlin friedrichshain

Oktober geräumten Haus. Das ehemals besetzte Haus sieht desolat aus. Manche Fenster sind kaputt, der Putz bröckelt. Alle Bewohnerinnen und Bewohner sollen das Haus zum August verlassen, wie aus einem Schreiben der »Komplex-Grundstücksverwaltung« hervorgeht. Sie hätten dafür hohe Maklergebühren zahlen müssen, berichten sie. Es handelt sich fast ausnahmslos besetztes haus berlin friedrichshain aus Tschetschenien stammende Frauen und deren Angehörige, darunter auch viele Kinder. Durch puren Zufall haben die Nachbarschaftsinitiativen von den Kündigungen mitbekommen. Bei dieser Gelegenheit wandte sich Muslimat A. Warum jetzt? Anhand eines Papierbergs, den die Frauen mitgebracht haben, lässt sich erahnen, was vorgefallen ist. Nun sollen die Menschen ausziehen, weil ihre Mietzahlungen nicht eine andere Firma erreichten. Auch hohe Forderungen wegen Mietschulden finden sich in den Unterlagen. Der Rundfunk RBB hatte im Jahr eine Dokumentation über das Firmengeflecht und die Machenschaften von Padovicz ausgestrahlt. Viele der dort genannten Firmen tauchen in den Unterlagen zur Liebig 34 wieder auf. Tilo von der Gruppe Padowatch wundert das alles nicht. Nicht nur der RBB, sondern auch unsere Recherchegruppe hat immer wieder auf das System aus Pacht, Zwischenhandel und Verschleierungen hingewiesen. Das Bezirksamt hat sich aber um nichts gekümmert. Sehenden Auges wurde dann die Liebig 34 geräumt. Es wurde ja auch nach der Räumung nicht saniert. Padowatch kritisiert, dass die Politik weiter Geschäfte mit Firmen mache, die zur Unternehmensgruppe Padovicz gehörten. Kaffee werde gekocht, Kuchen gebacken. Es scheint, dass der Häuserkampf in die zweite Runde geht. Werde Mitglied der nd. Seit dem 1. Sei dabei und unterstütze als Genossenschaftsmitglied Medienvielfalt und sichtbare linke Positionen. Jetzt die Beitrittserklärung ausfüllen.