Zugspitze zu fuß besteigen
Höllental und Jubiläumsgrat Zugspitze via Reintalweg Mit 2. Vor zwei Jahrhunderten waren sich diesbezüglich selbst die Erwachsenen nicht so sicher. Also beauftragte König Maximilian I. Nach langen Erkundungen am Schneeferner — damals noch ein respektabler Gletscher — startete der jährige Josef Naus am August den Aufstieg über die Reintal-Route. Mit dabei: Bergführer Johann Tauschl und sein Messgehilfe und Träger Maier. Die Premiere war geglückt, die Zugspitze als Bayerns Nummer eins bestätigt. Reintal-Route: 21 Kilometer, drei Hütten Im Sommerexakt Jahre später, wurde mit Ausstellungen, Foren und einem Film des Bergsteigers Ralf Dujmovits an diese Pioniertour erinnert. Und daran, wie gefährlich ein solches Unterfangen ohne Pfade, Karten und gute Ausrüstung war. Heutzutage gestaltet sich eine Zugspitz-Besteigung viel einfacher. Bis auf den per Zugspitze zu fuß besteigen abkürzbaren Schlussanstieg warten keine technischen Schwierigkeiten. Dafür gibt es drei Hütten, auf denen Wanderer übernachten können. Und angesichts von zehn Stunden Aufstieg sollten sie das auch tun. Tipp: Rechtzeitig reservieren! Dann dürften, vom Gletscher abgesehen, auch letzte Schneereste weggeschmolzen sein. Achtung: Selbst im Sommer kann es in der Zugspitz-Region zu Kälteeinbrüchen mit Schneefall in den oberen Lagen kommen. Kletterequipment braucht es nicht, eher einer Kamera oder genügend Handy-Speicher. Das geht schon bald hinter dem jüngst modernisierten Olympia-Skistadion in Garmisch-Partenkirchen los. In der Meter langen Partnachklamm schlängelt sich der kühn in den Fels gehauene Weg an Stromschnellen, Gumpen und Wasserfällen vorbei. Da wirkt der am Ausgang der Partnachklamm startende Forstweg erst mal langweilig. Doch rasch wird die Wanderung aufregender. Umrahmt von hohen Wänden sorgt die wechselnde Kulisse im breiten Talboden der Partnach für Abwechslung. Zeit für eine Brotzeit! Tag 1: Durchs Reintal auf Deutschlands höchsten Gipfel Je tiefer man auf Pfaden ins Reintal vordringt, desto höher ragen im Süden die Felswände des Wetterstein empor. Dazu zählt auch der erst später sichtbare Hochwanner mit 2. Der zweithöchste Berg des Landes hat die höchste Nordwand der Ostalpen.