Wann gilt kündigung per einschreiben als zugestellt
Video 1. Warum ist der Zeitpunkt des Zugangs so wichtig? Bei einer Kündigung entsteht zwischen den Beteiligten Arbeitnehmer und Arbeitgeber nicht selten Streit darüber, ob und wann die Kündigung zugegangen ist. Der Zeitpunkt ist aus zwei Gründen sehr wichtig: Klage nur bis drei Wochen nach Zugang Bei einer Kündigung durch den Arbeitgeber kann der Arbeitnehmer nur innerhalb von drei Wochen nach Zugang der Kündigung Kündigungsschutzklage einreichen. Nach Ablauf dieser Frist ist der Arbeitsplatz endgültig verloren. Die drei Wochen beginnen mit dem Tag des Zugangs. Beispiel: Geht die Kündigung am 1. September zu, kann die Kündigungsschutzklage des Arbeitnehmers bis zum September erhoben werden, d. Häufig ist die Kündigung nur bis zu bestimmten Stichtagen möglich, etwa zum Dann muss die Kündigung mit ausreichendem Vorlauf zugehen, sodass vor dem Stichtag noch die Kündigungsfrist ablaufen kann. Das bedeutet: Das Arbeitsverhältnis besteht unverändert weiter. Beispiel: Der Arbeitgeber will einem Arbeitnehmer, der seit über zwei Jahren beschäftigt ist, ordentlich kündigen. Danach gilt für Arbeitsverhältnisse mit einer Dauer von über 2 Jahren eine Kündigungsfrist von einem Monat zum Monatsende Stichtag. Will der Arbeitgeber also zum September kündigen, muss die Kündigung dem Arbeitnehmer spätestens zum Ende des Vormonats — also am August — zugehen. Geht die Kündigung erst am 1. September zu, wird sie erst zum Oktober wirksam. Nur schriftliche Kündigung geht wirksam zu Die Kündigung muss zunächst wirksam erklärt worden sein. Die Schriftform wiederum verlangt eine eigenhändige Unterschrift vgl. Wird eine Kündigung ohne Einhaltung der Schriftform erklärt, ist diese von vorneherein unwirksam. Auch Namensstempel, ein Namenskürzel anstelle der vollen Unterschrift oder eine eingescannte Schrift bzw. Zugang der Kündigung Eine Kündigung wird erst zu dem Zeitpunkt wirksam, in dem sie dem Kündigungsempfänger zugegangen ist.