Mann erbt während der ehe

Aktualisiert am Januar Stirbt eine Person, ohne eine letztwillige Verfügung zu hinterlassen, wird ihr Vermögen nach den gesetzlichen Regeln verteilt. Bei Ehepaaren wird nach dem Tod eines Partners zunächst unterschieden, welche Vermögenswerte dem Ehemann und welche der Ehefrau gehören. Entscheidend für die Aufteilung des ehelichen Vermögens ist der Güterstand, den die Eheleute gewählt haben. Lesen Sie regelmässig unsere Tipps zu AHV, Pensionskasse und 3. Säule: Newsletter abonnieren Gesetzliche Regelung Für Ehepaare, die nichts anderes vereinbaren, gilt automatisch die Errungenschaftsbeteiligung. Bei diesem Güterstand wird das eheliche Vermögen in Eigengut und Errungenschaft aufgeteilt. Das Eigengut umfasst alles, was ein Ehegatte in die Ehe eingebracht bzw. Alles, was sie während ihrer Ehe gemeinsam erwirtschaften, ist Errungenschaftsvermögen und gehört beiden Ehepartnern zu gleichen Teilen. Dazu zählen die Ersparnisse, die sie mit ihrem Arbeitseinkommen bilden ebenso wie Erträge auf dem Vermögen, das zu ihrem Eigengut gehört. Merkblatt Den überlebenden Ehepartner finanziell absichern Erfahren Sie im kostenlosen Merkblatt, wie Sie Ihren Ehepartner maximal begünstigen können. Kostenlos bestellen Die Hälfte des Errungenschaftsvermögens gehört dem überlebenden Ehegatten. Die andere Hälfte und das Eigengut des Verstorbenen fallen in den Nachlass. Davon steht dem überlebenden Ehegatten und den Nachkommen des Verstorbenen gemäss gesetzlicher Erbfolge je die Hälfte zu. Hinterlässt der Verstorbene keine Nachkommen, erhält der Ehepartner mindestens drei Viertel des Nachlassvermögens. Erhält der überlebende Ehepartner nur das, was ihm nach dem Gesetz zusteht, muss er unter Umständen mann erbt während der ehe gemeinsame Eigenheim verkaufen, um seine fixen Ausgaben zu senken oder um die übrigen Erben auszuzahlen. Ehepaare sollten deshalb rechtzeitig planen, wie sie sich gegenseitig begünstigen können, um so eine Situation auszuschliessen. Gesetzliche Aufteilung, wenn der Ehepartner stirbt Beispiel: Ehepaar mit Errungenschaftsbeteiligung; der Mann stirbt vor seiner Frau Bessere Absicherung für den hinterbliebenen Partner Am einfachsten ist die Besserstellung des überlebenden Partners, wenn die übrigen Erben — in der Regel die Kinder — freiwillig auf ihren Anteil verzichten, bis auch der verwitwete Ehepartner gestorben ist oder wieder heiratet. Das scheitert allerdings oft daran, dass nicht alle Kinder mit so einer Regelung einverstanden sind. Und nicht alle Eltern möchten ihre Kinder ganz direkt in die Erbschaftsplanung miteinbeziehen. Ein Erbverzicht muss in einem öffentlich beurkundeten Erbvertrag festgehalten werden. Die Benachteiligten könnten sonst zu einem späteren Zeitpunkt auf ihren Entscheid zurückkommen und ihren Anteil doch noch einfordern. Eine ausreichende Begünstigung des Ehepartners lässt sich in der Regel auch ohne Einbezug der übrigen Erben erreichen. Ehepaare können in einem Ehevertrag zum Beispiel vereinbaren, dass der überlebende Partner das gesamte Errungenschaftsvermögen erhält. Der Anteil der Kinder beschränkt sich dadurch auf die Hälfte des Eigenguts des verstorbenen Elternteils.