Vitamin d zusatz in lebensmitteln
Ernährungstrends Lebensmittel mit zusätzlichem Vitamin D vitamin d zusatz in lebensmitteln Für den Zusatz von Vitamin D in Lebensmitteln bedarf es in Deutschland einer Genehmigung, doch viele Hersteller halten sich offenbar nicht daran. Das ergab eine Stichprobe der Verbraucherzentralen. Warum es besser ist, genau hinzuschauen. Ein Marktcheck der Verbraucherzentralen zeigt: Von untersuchten Produkten hatte über die Hälfte keine Erlaubnis. Zwar stärkt Vitamin D Knochen und Zähne und ist auch wichtig für das Immunsystem, doch die Aufnahme von zu viel Vitamin D kann die Gesundheit schädigen. Die Verbraucherzentralen fordern bessere Kontrollen; Produkte ohne Genehmigung sollten aus dem Handel genommen werden. Wer einen Vitamin D-Mangel bei sich vermutet, sollte das Gespräch mit seinem Arzt oder seiner Ärztin suchen. Stand: Viele fragen sich nun, ob ein Mangel an Vitamin D droht, weil der Körper zu wenig Sonne bekommt. Da greifen einige zu Nahrungsergänzungsmitteln oder Tabletten. Trotzdem gibt es immer mehr Lebensmittel, denen Vitamin D zugesetzt wird. Die Verbraucherzentralen haben Produkte mit Vitamin D-Zusatz genau unter die Lupe genommen. Nicht allen Lebensmitteln darf Vitamin D zugesetzt werden Grundsätzlich zugelassen ist der Zusatz von Vitamin D in Deutschland nur für Margarinen und Streichfette. Hersteller anderer Lebensmittelgruppen brauchen eine Erlaubnis Allgemeinverfügung oder Ausnahmegenehmigungum ihren Produkten Vitamin D zusetzen zu dürfen. Lediglich bestimmte Lebensmittel wie Milch, Brot oder Pilze können durch UV-Bestrahlung mit Vitamin D angereichert werden. Dann müssen sie jedoch als neuartige Lebensmittel die Vorgaben der Novel Food-Verordnung einhalten. Von untersuchten Produkten im Rahmen eines Marktchecks hatten 68 keine Erlaubnis. Dazu gehörten zum Beispiel Milchprodukte wie Actimel Classic ohne Zuckerzusatz, Cheestrings mit Gouda und Fruchtzwerge Quetschies Erdbeere, aber auch verschiedene Milchersatzdrinks von Alpro, Oatly und Vehappy sowie Cerealien wie das Milupa Kindermüsli Früchte und Oreo's Cereal. Bei zehn weiteren Lebensmitteln war nicht klar, ob vorhandene Allgemeinverfügungen gelten. Bei 13 Produkten wurden die vom Bundesinstitut für Risikobewertung BfR empfohlenen Höchstmengen überschritten. Abgesehen davon fiel im Marktcheck ein weiterer Punkt auf. So wurden Lebensmittel angeboten, denen laut den Empfehlungen des BfR gar kein Vitamin D hätte zugeführt werden dürfen. Wir meinen: Produkte ohne Genehmigung sollten aus dem Handel genommen werden. Das können Übelkeit, Kopfschmerzen, ein reduzierter Muskeltonus oder sogar eine Niereninsuffizienz sein. Beim Vitamin D gilt nicht: Je mehr — desto besser! Fetthaltige Seefische wie Hering, Lachs oder Makrele sowie Eigelb, Leber und einige Speisepilze enthalten übrigens von Natur aus Vitamin D. Wichtig: Ungefähr die Hälfte der deutschen Bevölkerung ist nicht optimal mit Vitamin D versorgt.