Normale geburt ohne schmerzen

Alles schön und gut, aber was kann man denn nun effektiv tun? Die Herausforderung annehmen Der für mich entscheidendste Faktor für eine gute Geburt ist die persönliche Einstellung zum Ereignis. Ein bisschen Angst zu haben gehört dazu und ist durchaus normal. Aber die Geburt grundsätzlich als Herausforderung zu begreifen, und zwar als eine, die man bewältigen kann und wird, ist wichtig und sehr hilfreich. Dazu gehört auch an sich und seinen Körper zu glauben. Unsere Körper sind so gemacht, dass wir in der Lage sind zu gebären. Die Wehen helfen uns bei diesem Prozess. Eine Frau, die diese Herausforderung annimmt, wird eine PDA nicht automatisch einplanen, da sie davon überzeugt ist, dass sie es auch ohne schaffen kann. Schaffen will! Und so kann sie das Wissen um diesen letzten Rettungsanker einfach ganz hinten im Kopf verstauen. Das ist nicht nur eine gute Taktik, sondern macht auch ein gutes Gefühl! Daher ist es wichtig völliges Vertrauen zum Begleiter, meistens ist das der Vater des Kindes, zu haben. Es gibt aber Frauen, für die der Partner nicht der ideale Begleiter bei der Geburt ist. Sie müssen sich dann überlegen, wer die Rolle alternativ ausfüllen soll. Das kann die Mutter, beste Freundin, Schwiegermutter, oder sonst wer sein. Wichtig ist nur, dass sich die Gebärende durch ihre Gesellschaft unterstützt fühlt und sich fallen lassen kann. Und auch der Begleiter sollte volles Vertrauen in die Kraft der Frau haben. Denn nur so kann er sie optimal motivieren und unterstützen. Für die PDA-Frage bedeutet das, dass der Begleiter der Frau zutraut auch ohne die PDA auszukommen. Natürlich besteht das Geburtsteam auch aus der Hebamme und — im Fall einer Klinikgeburt — dem Arzt. Deshalb gehört für mich auch noch der Ort, an dem die Geburt stattfindet, zu den Erfolgsfaktoren dazu. Wo für euch der optimale Ort ist, das müsst ihr selbst rausfinden. Ach Du liebe Zeit In diesem Zusammenhang ist übrigens die normale geburt ohne schmerzen verfügbare Betreuungszeit des Teams ein weiterer, wichtiger Faktor: Denn Studien belegen, dass weniger Schmerzmittel benötigt werden, um so mehr Betreuungszeit die Hebammen den Frauen widmen können. Und umgekehrt bedeutet das in der Praxis leider auch schon mal: Wenn die betreuende Hebamme für mehrere Frauen gleichzeitig da sein muss, ist es für sie durchaus praktisch, wenn eine davon eine PDA bekommt. Denn dann braucht sie deutlich weniger Aufmerksamkeit und Betreuung. Es lohnt sich also sehr, nicht nur das Team, sondern auch den Geburtsort ganz bewusst auszusuchen.