Ab wann gilt probezeitverlängerung

Es bedeutet aber keine Abbedingung der sechsmonatigen Wartezeit des Kündigungsschutzgesetzes. Der Kündigungsschutz nach dem Kündigungsschutzgesetz greift erst, wenn das Arbeitsverhältnis bereits 6 Monate bestanden hat. Beginn des Kündigungsschutzes und Ende der Probezeit sind somit nicht deckungsgleich. Kündigung während der Probezeit Wenn im Arbeitsvertrag nicht anders vereinbart, gilt in der Probezeit eine Kündigungsfrist von zwei Wochen. Diese Frist gilt für beide Seiten. Der Arbeitgeber muss keinen Grund für die Entlassung angeben. Aber hat der Arbeitnehmer die Probezeit nicht erfolgreich gemeistert, bedarf es einer ausdrücklichen Kündigung durch den Arbeitgeber. Die Kündigung kann auch noch am letzten Tag der Probezeit ausgesprochen werden, dann verlängert sie sich allerdings um weitere zwei Wochen. Nach einem aktuellen Urteil des Bundesarbeitsgerichts kann die Kündigungsfrist in der Probephase unter besonderen Umständen verlängert werden. Ansonsten gelten bei Krankheit die gleichen Regelungen wie für Angestellte, die bereits länger im Unternehmen sind. Falls sich der Betroffene weniger als vier Wochen im Arbeitsverhältnis befindet, erhält er Krankengeld von der Krankenkasse dieses fällt geringer aus anstatt des vereinbarten Gehalts vom Arbeitgeber. Sollte es zu einer Kündigung während der Probezeit kommen, muss der Arbeitgeber den restlichen anteiligen Urlaubsanspruch gewähren oder ausbezahlen. Mehr zu diesem Thema lesen Sie unter Arbeitsrecht bei Schwangerschaft. In diesem Zusammenhang ist auch folgendes Urteil interessant: Beginn des Kündigungsverbots in der Schwangerschaft BAG-Urteil, November Mehr zum Thema: Kündigungsfrist während der Probezeit Wird eine solche verlängerte Probezeit vereinbart, muss der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer für den Fall, dass er die eingeräumte Bewährungszeit besteht, eine ausdrückliche Wiedereinstellungszusage geben. Aufhebungsvertrag Alternativ können die Parteien einen Aufhebungsvertrag vereinbaren. Beendigungszeitpunkt ist dann das Ende der weiteren Bewährungszeit, die natürlich ebenfalls angemessen sein muss. Auch in diesem Fall muss der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer in dem Aufhebungsvertrag eine bedingte Wiedereinstellungszusage für den Fall erteilen, dass sich der Arbeitnehmer ab wann gilt probezeitverlängerung noch bewährt. In beiden Alternativen muss dem Arbeitnehmer eine Wiedereinstellung für den Fall der Bewährung zugesagt werden. Das setzt natürlich voraus, dass klar definiert wird, in welchen Punkten der Arbeitnehmer sich noch zu bewähren hat. Warum hat der Arbeitnehmer die Probezeit nicht bestanden? Was wird vom Arbeitgeber beanstandet? Was muss der Arbeitnehmer erreichen, um die weitere Bewährungszeit zu bestehen? Im Rahmen der bedingten Wiedereinstellungszusage müssen die fachlichen Anforderungen an den Arbeitnehmer sowie seine bisherigen Defizite ausführlich angegeben werden. Die Bedingungen für die Wiedereinstellung muss für beide Parteien eindeutig definiert sein.