Ist windkraft sinnvoll
Von: Von ANGI BALDAUF ist windkraft sinnvoll Gleichzeitig steigt der Strompreis, weil die Anlagen enorm gefördert werden und — wenn sie einmal am Netz sind — sogar der Strom bezahlt wird, den wir nicht verbrauchen. Dazu laufen Bürger Sturm gegen Windräder, weil sie durch Lärm und Schattenbewegung der Rotoren um ihre Gesundheit fürchten. Und Tierschützer beklagen den Windrad-Mord an Vögeln und Fledermäusen. Für die einen ist Deutschland im Wind-Wahn, für andere müssten wir noch mehr Wind machen. Klar ist: Die Bedeutung der Windkraft hat in den letzten 10 Jahren weltweit massiv zugenommen. Dagegen klingt es fast verschwindend wenig, dass Ende die weltweite Stromerzeugung durch Wind bei 3 Prozent des Weltstromverbrauchs lag. Lesen Sie auch Studien belegen, dass Windenergie ein wesentlicher Baustein der Energiewende ist, da sie eine Energiequelle nutzt, ohne sie zu verbrauchen — Wind gibt es immer und durch seine Nutzung werden keine Ressourcen verbraucht, keine Abfallstoffe produziert. Auch interessant Auch interessant Anzeige Energie-Expertin Dr. Brigitte Knopf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, zu BILD. Windkraftanlagen auf dem Land tragen heute schon knapp ein Zehntel zu unserer Stromversorgung bei. Oft zu Preisen, die dicht dran sind an den fossilen Brennstoffen. Dagegen sind die Anlagen auf dem Meer ein wichtiges Experiment — aus dem wir eine Menge über die Machbarkeit dieser Technologie auf See lernen werden. Denn: Ist eine Anlage ans Stromnetz angeschlossen und ist windkraft sinnvoll Windrad läuft, speist sich die Anlage auch über die durch den Wind produzierte Energie. Trotzdem hat jede Windkraft-Anlage Diesel-Generatoren für den Notfall. Die Energie, die zur Herstellung eines Windrads eingesetzt wird, hat sich nach etwa neun Monaten Windstromerzeugung wieder eingespielt. Werden die Anlagen ins Meer gebaut, sind es so genannte Offshore-Windparks. Stephan Kohler 60Chef der Deutschen Energie-Agentur Dena, zu BILD. Und das Ausbauziel, in den kommenden 40 Jahren zu 80 Prozent auf regenerative Energien umzustellen, ist allein mit Windrädern an Land nicht zu schaffen. Wir brauchen auf jeden Fall Offshore-Windparks. Das macht die Projekte kompliziert und teuer. Kaum eine Firma hat zudem Turbinen auf hoher See über einen längeren Zeitraum getestet. Im Fall der Windparks, die derzeit mit Diesel betrieben werden, hat der zuständige Netzausbauer seine Leitungen nicht fristgerecht verlegt. Das Hauptproblem ist, dass Deutschland keinen Masterplan hat. Wir brauchen zügig eine Roadmap mit realistischem Zeitplan. Sonst werden wir immer wieder vor dem Problem stehen, dass ein Windpark-Betreiber ohne Leitungen dasteht oder an anderer Stelle in der Nordsee Leitungen gelegt werden, aber der Investor die Anlage nicht finanzieren kann.